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Teil 5 - Darwin to Perth 16. September bis 12. November 2002 Also wo sind wir stehen geblieben... ahja, unser Held (natürlich ich ;-)) was also gerade in Darwin am Geniessen des schönen und warmen Wetters... Das einzige was ihm auf die Nerven gegangen ist sind die unzähligen Fliegen, die dauernd versuchen in Ohren, Nase und Mund zu gelangen... aus diesem Grund hat er sich auch bald von der Fliege bssbrrssrbbs welche den letzten Bericht geschrieben hat getrennt... und darum schreibe ich die Berichte ab sofort wieder selber... ;-) Naja, sehr viele Berichte wird es ja wahrscheinlich nicht mehr geben... leider muss ich Australien schon bald verlassen (ja, ich weiss es sind immer noch 2 Monate, aber was ist das schon verglichen mit den vergangenen 9?). Ich habe ja schon vielfach gehört dass ich ja schon wieder heimkommen soll und endlich wieder mal was tun sprich arbeiten solle... hmm... arbeit? was ist das? achso, die Tätigkeit wodurch das Bankonto wiedermal ein bisschen positivere Zahlen sieht... hmm, somit wären wir ja gerade beim Punkt: Geld! Ich könnte ja gut noch eine Zeitlang in New Zealand oder Asien verbringen, wenn da nicht mein Flugticket im Februar ablaufen würde.. und ein neues Ticket ist eben ein bisschen teuer... also, wenn jemand ganz froh ist, wenn ich euch zuhause noch ein bisschen in Ruhe lasse und eine Weiterreise und somit weitere spannende Berichte und tolle Photos sponsoren möchte, gebe ich gerne meine Bankverbindungen bekannt! :-) Also, nachdem ich wiedermal viel gesagt aber nichts erzählt habe gehts nun definitiv los! Ich hatte also eine super Zeit in Darwin, wie eigentlich überall. Nach etwa drei Wochen ausruhen vom Reisestress und relaxen wurde es dann aber Zeit weiterzuziehen. Die meisten Leute welche ich auf dem Campingplatz kennengelernt hatte brachen am selben Tag auf und somit viel es auch leichter einmalmehr goodbye zu sagen. Das ist halt die Schattenseite, je mehr Leute man kennenlernt desto öfter heisst es auch Abschied nehmen. Anyway, immerhin hat sich die Engländerin Liz spontan entschieden ihr Busticket zu verkaufen und mich bis nach Broome zu begleiten. So gings also los, zuerst nochmals zu den genialen Douglas Hot Springs und dann nochmals kurz Kathrine Gorge, welches Liz noch nicht gesehen hatte. Einen Besuch im Kakadu Nationalpark (dort wurde vor ein paar Wochen eine deutsche Touristin von einem Krokodil getötet, als sie mit ihrer Tourgruppe für einen Mitternachtsschwumm im Wasser war..) habe ich übrigens ausgelassen, da die meisten Attraktionen nur mit einem 4WD erreichbar sind und ich keine Lust hatte eine Tour zu buchen... Schon bald gabs aber auch für mich wieder Neuland zu entdecken. Im weniger bekannten Gregory National Park machten wir einen Abstecher ins Limestone Gorge. Die schmale Kiesstrasse führte uns an interessanten Felsformationen, riesigen Boab Bäumen und vielen gemütlichen Plätzchen welche zu einem Stop einluden vorbei. Ein kurzer Spaziergang führte uns dann zu einer Platform mit super Aussicht über das Tal und die weissen Wasserfälle. Das Beste am ganzen ist, dass sich nur wenige Touristen dorthin verirren! Ein echter Geheimtipp! Die darauffolgende Nacht war dann wohl die heisseste ever... (nein, nicht was ihr jetzt denk!) mein Thermometer hat am abend um 10 volle 35° gemessen! da wäre es ganz nett gewesen ein klimatisiertes Zelt zu haben! Wieder zurück auf dem geteerten Highway, musste ich nochmals so richtig Gas geben und schauen wie schnell mein Mazda so fahren kann: 190! Nein, keine Angst ist ja nicht gefährlich, da weit und breit keine Kurve in Sicht war. Und da es in den Northern Territory ausserorts keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt habe ich auch keine Busse riskiert ;-) Schon bald waren wir dann in Western Australia, womit ich meinen Fuss in alle Staaten gesetzt habe... Kununurra, die erste und weit und breit einzigen Ortschaft lebt von den Fruchtfarmen rundherum. Darum sind dort auch viele Backpacker anzutreffen, welche als Fruchtpflücker arbeiten. Wir allerdings haben den Ort nur als Zwischenstation und zum Auffüllen von Benzin und Lebensmitteln genutzt. Leider war Lizs Zeit beschränkt, da sie eine von Broome startende Tour gebucht hatte. So zogen wir also zügig voran, übernachteten auf Raststetten und Besuchten den Geikki Gorge National Park, wos allerdings für ein längeres Erkunden zu Fuss einfach zu heiss (über 40°) war! Und so waren wir also schon bald in Broome, wo Liz am nächsten Morgen ihre Tour in Angriff nahm und ich wiedermal elleine da stand... Habe dann zuerst mal die Gegen auskundschaftet, alle superschönen Strände besucht und vergeblich nach den originalen Dinosaurier Fussabdrücken gesucht! Dafür habe ich dann im über 100 jährigen Deckchair (Liegestuhl) Kino "The Sum of All Fears" angeschaut. Der Film war zwar nicht gerade der Hit und auch nicht unbedingt passend, aber die Atmosphäre war gut und der Deckchair bequem! Ganz nach dem Motto "mal schauen was passiert" war ich also nicht in Eile eine neue Reisebegleitung zu finden und hatte vorderhand darauf verzichtet eine Notiz ans Anschlagbrett zu hängen... und prompt, als ich so gemütlich mit einem Bierchen vom meinem Zelt sass kam die deutsche Kris daher, um sich bei meiner australischen Nachbarin einzuquartieren. Das war Grund genug ein ein bisschen zu quatschen (in englisch wohlverstanden) und da hat sich schnell herausgestellt dass sie auf der Suche nach einem Lift nach Perth war... perfekt! Auch für ihre Kollegin, die schweizerin Mirjam war noch ein Plätzchen frei und so war also alles Klar für die Weiterreise. Zuvor hatte ich mich aber entschieden nochmals ein bisschen zurück, in die falsche Richtung zu fahren, um ein paar Orte zu besuchen, welch wir aus Zeitgründen zuvor ausgelassen hatten. So war ich also nochmals zwei Tage alleine unterwegs und fuhr zum Tunnel Creek National Park, einer Höhle welche mit der Taschenlampe, durch Wasser watend erkundet werden kann... cool! Ich übernachtete im nahegelegenen Windjana Gorge National Park. Auf dem Weg dorthin hatte es an einer Stelle ziemlich viel Wasser auf der Strasse, welches ich zum Glück auch ohne 4WD überwinden konnte... Tagsdarauf nahm ich den Walk durch den Nationalpark in Angriff, wo ich soviele (süsswasser) Krokodile wie noch nie auf einem Haufen sah! Weiter gings nach Derby, wo ich den Jetty und den Boab Prison Tree, ein Baum der früher als Gefängniszelle(!) gebraucht wurde, besucht. Schon bald war ich dann zurück in Broome und bereit für die Weiterreise in neuer Begleitung. Am ersten Tag standen dann mal 600km auf dem Programm... zwischen Broome und Port Hedland gibt es ausser dem Eighty Mile Beach nichts zu sehen und darum starteten wir mit einer langen Fahrt, welche nur durch Lunch-, Tank- und einem Stopp am obengenannten Strand für eine Abkühlung unterbrochen wurde... Wir übernachteten auf einer gemütlichen Raststätte direkt am Fluss (Grey River). Dort lernten wir die Hollänter Jannes, Diane, Styn und Ria kennen. Es kam heraus, dass wir die nächste Nacht wahrscheinlich wieder auf der gleichen Raststätte, beim nächsten Fluss verbringen werden... und so kam es auch... Port Hedland nutzten wir um einzukaufen, aufzutanken, eine kalte gratis Dusche zu nehmen und zwei neue Pneus zu kaufen um für die bevorstehenden Kiesstrassen bereit zu sein... wie vermutet trafen wir also die Holländer am Abend wieder. Wir hatten einen gemütlichen Abend mit Bier, Wein und... nein, kein Gesang, dafür Musik aus dem Radio... ;-) Weiter gings in die Geisterstadt Cossack, welche allerdings nicht viel geisterhaftes an sich hat. Wir haben ein paar Photos der Ruinen geschossen und anschliesend am nahegelegenen Strand eine Abkühlung genommen. In Karratha wollten wir dann ins Visitor Centre, welches aber eigentlich schon geschlossen gewesen war, da es (von uns nicht realisiert, da nicht relevant) Wochenende war. Da machten wir einmal mehr eine super Erfahrung mit der ausserordentlichen Freundlichkeit der Australier. So haben wir alle benötigten Informationen von einem netten Herrn bekommen, der im Visitor Center arbeitet und der, da dieses geschlossen war, aussenvor stand und hilfsbereit Auskunft gab! Zudem konnten wir auch die für die Kiesstrasse entlang der Eisenbahn benötigte Bewilligung erlangen. Diese war kostenlos und wird nur benötigt, da es sich um eine Privatstrasse handelt und mit der Bewilligung akzeptierte ich, dass die Eisenbahn jede Haftung ablehnt... reine Formsache... Wir machten dann noch einen Spaziergang, welcher sich als länger als erwartet herausstellte, da es nicht einfach war den richtigen Weg zu finden, um ein paar Aboriginal Rock Art Zeichnungen zu sehen. Es wurde dann schon dunkel (um 5!) als wir die nächste Raststätte in Miaree Pool erreichten. Das Feuer der Holländer zeigte uns den Weg und die von ihnen im Campoven gemachte Pizza war genial und füllte unsere Mägen! So ergab sich einmalmehr ein toller Abend rund ums Lagerfeuer... Da die Holländer den Kiesstrassen ausweichen wollten, sollten wir sie für ein paar tage nicht sehen, machten aber aus, uns ev. im Karijini Nationalpark oder aber spätestens in Exmouth wieder zu treffen. So fuhren wir am nächsten Tag, nachdem wir Vorräte für ein paar Tage eingekauft hatten, auf einer Kiesstrasse hinunter zum Milstream Chichester Nationalpark. Der Ausblick der sich uns bei der Einfahrt zum NP präsentierte war genial und das anschliessende Bad im Phyton Pool fantastisch! Zum Glück kann man in dieser Gegend endlich wieder in jedes Wasser hüpfen ohne aufgefressen zu werden, da es südlich von Port Hedland keine Krokodile mehr hat! Die Nacht verbrachten wir auf einem gemütlichen Campingplatz im Nationalpark, direkt neben einen zum Bad einladenden Fluss. Am nächsten Morgen besuchten wir noch das Visitor Center, welches eine kleine Austellung beherbergt, und spazierten den kurzen aber interessanten Homestead Walk. Und dann gings weiter auf der Hamersley Railroad Acces Road, für welche wir zuvor die Bewilligung eingeholt hatten. Zeitweise war die Strasse in sehr gutem Zustand, zeitweise wurde es ziemlich holperig... Die unza:hligen Querrillen verunmöglichen ein aber ein langsames fahren... mit 40 schüttelt es unerträglich und eigentlich möchte man dann lieber noch langsamer fahren, aber ab 70 wirds deutlich besser... man fliegt förmlich über die Rillen hinweg... Ab und zu kam ein endlos langer Zug auf den parallel zur Strasse verlaufenden Schienen entgegen. Dann hielten wir jeweils an um ein Photo zu schiessen, was vom Lokomotivführer mit dem Horn erwiedert wurde... das war mal eine etwas andere Strasse welche uns zum nächsten Nationalpark, dem Karijini NP führte. Ich kann schon vorwegnehmen, dass dies an der Westküste mein absolut favorisierter NP ist! Von Westen her in den Park einfahrend, war das wenig besuchte Hamersley Gorge als erstes auf dem Plan. Die verschiedenen Gesteinschichten sind hier sehr gut zu sehen, und an den verkrümung dieser kann sieht man was für eine Kraft da gewirkt haben muss auf eindrückliche Weise. Aber natürlich waren wir nicht nur dort wegen dem Gestein sondern auch um ins Wasser zu springen und abzukühlen. Um die weiteren Attraktionen des Parks zu sehen, mussten wir nochmals ein Stückchen Autofahren, da ein anderer Eingang dorthin führt. So campierten wir ausserhalb der NP auf einem Lookout... So günstig wie möglich war die Devise und darum kamen uns Plätze wie dieser gerade recht... Tagsdarauf gings in die Schlucht hinunter, zuerst zum Circular Pool und dann dem Tal entlang zu den Fortescue Falls... hier und da war ein erfrischendes Bad angesagt. Wir nahmen uns schön Zeit und so war es schon bald wieder Zeit unser Camp im NP einzurichten... und ratet mal wen wir da wieder angetroffen haben: natürlich unsere holländischen Freunde! Das absolute Highlight folgte am nächsten Tag: zuerst gings ins Hancock Gorge... ein relativ steiler Weg führt hinunter in die Schlucht und dann gehts dem immer enger werdenden Tal entlang... zeitweise muss dem Felsen entlang geklettert werden um weiterzukommen... wow... zurück auf dem gleichen Weg und als nächstes ins Weano Gorge... das selbe Prozedere hier... und dann kommt man zum Handrail Pool... und wo gehts weiter? aha, Badehose montieren, ins kalte Wasser steigen und die nächsten paar Meter schwimmend überbrücken! Dann nochmals ein bisschen klettern, schwimmen usw... so kamen wir also zum nächsten Pool, wo sogar die Sonne ins die enge Schlucht hinunterschien. Noch ein paar Meter weiter und wir standen oberhalb eines Wasserfalls, welcher zwischen engen Flesen ins nächste Tal hinunterfliesst... wow! Da wars dann doch ein bisschen Steil und so hiess es den gleichen Weg zurück zu nehmen... Das ganze war echt genial und sehr abenteuerlich! wow... Trotzdem hiese es natürlich wiedermal weiterziehen... so waren wir also auf einer Kiesstrasse in Richtung einer Raststätte unterwegs und es wurde schon langsam dunkel... Die anfangs schlechte Strasse wurde immer besser und so fuhr ich auch immer ein bisschen schneller... und da tauchte plötzlich etwas im Scheinwerferlicht auf: oh sch... Kühe in der Mitte der Strasse... Quitsch und Rutsch... Phu! Das war knapp! Bin nicht sicher ob die Kühe oder ich mehr erschracken... auf jedenfall nutzten wir die nächstbeste Möglichkeit als Nachtlager... Am nächsten Tag hiess es dann Radwechseln... ein Stein hatte es sich im Pneu gemütlich gemacht und so verlor dieser langsam aber sicher seine Luft... Naja, wenns weiter nichts ist... touch wood! Schon bald erreichten wir Exmouth, wo wir unsere Holländer trafen und Diane und ich sogleich einen Tauchtrip buchten um das Ningaloo Reef auszukundschaften. Wir waren beide schon aufgeregt endlich wiedermal einen Tauchgang zu machen... So gings am nächsten Morgen also aufs Tauchboot. Anstatt der Aufregung schlugen uns aber dann eher die Wellen auf den Magen... Trotzdem hiess es natürlich die ganze Ausrüstung montieren und ab ins Wasser... ah und schon gehts besser... Auf dem Tauchgang sahen wir tausende Fische... und dann hatte ich plötzlich so ein Pfeiffen im Ohr... hmm... ists mein Ohr oder was... Nein, das müssen Wahle sein! Wow... defintiv Wahle! Zurück auf dem Boot gings gleich weiter zur nächsten Tauchstelle und auch das geschaukle ging wieder los... ich sitze also so dort, versuche ein bisschen zu entspannen... und dann plötzlich ne Stimme: Whales! Was... Wo... Wo ist meine Kamera... und da waren sie... 4 oder 5 Humpback Whale nur ein paar Meter vom Boot entfernt... Wow... naja mit der Kamera war ich nicht schnell genug aber das war ein super tolles Erlebnis... Auf dem zweiten Tauchgang sahen wir dann nochmals unzählige Fische und einen Haifisch, von dem ich es diesmal schaffte ein Photo (auch wenn er darauf nur halb zu sehen ist) zu schiessen. Zusammen mit den Holländern machten wir uns dann auf in den Cape Range Nationalpark. Dort wars vorallem eines: windig! So bastelten wir uns also einen mehr oder weniger wirksamen Windschutz... Wir gingen schnorkeln in der Tortoise Bay, mit der Ausbeute mehrere Schildkröten und einen Ray gesehen zu haben. Das geniale am Ningaloo Reef ist, dass es, ungleich dem Great Barrier Reef, nahe der Küste verläuft und bequem vom Strand her erreichbar ist. Am Abend gabs ein feines Seafood Dinner zu Jannes Geburtstag. Den improvisierten Geburtstagskuchen haben Diane und Kris mit Pancakes hergezaubert! Mmmh was für ein Festessen! Dann hiess es vorerst Abschied nehmen und wieder getrennte Wege gehen, da die Holländer sich auf die Suche nach Arbeit machten und ich nochmals tauchen gehen wollte. Dazu fuhren wir nach Coral Bay, von wo aus ich nochmals zwei Tauchgänge machte, diesmal ohne Seekrank zu werden... gesehen habe ich diesmal einen Frogfish, welcher sich in einer Höhle verschanzt und nur den Kopf herausstreckt, ein paar Aale, einen weiteren Ray und tausen andere Fische. Etwa eine halbe Stunde zu Fuss dem Strand entlang von Coral Bay befindet sich eine Shark Nursery, wo die Haifische ihre Jungen aufziehen... Da es sich um ungefährliche Black Tip Reef Sharks handelt, kann man ins Knietiefe Wasser steigen und die Haie, welche bis auf etwa 2 Meter heran kommen, aus nächster Nähe betrachten! Fantastisch! Weiter südlich, in Carnarvon besuchte ich einen Bananen Plantage. Wir liefen den einen Kilometer langen Steg (Jetty) ins Meer hinaus, wo wir riesige Schildkröten zu Gesicht bekamen. Am Abend hatten wir einmalmehr ein BBQ mit den Holländern, welche dort Arbeit gefunden hatten. Auf dem Weg nach Denham stopten wir in Hamelin, um die dortigen Stromatoliten zu betrachten. Am Strand hats hier nicht etwa Sand, sondern zermahlene Muscheln! Bis zu einigen Metern tief nur Muscheln! Aus der Tiefe haben die hier früher Blöcke herausgeschnitten und damit Häuser gebaut! Unteranderem die Kirche in Denham, welche wir dann auch besichtigten. Die Girls sind sogar zur Sonntagsmorgen Messe, wozu ich allerdings nicht zu Begeistern war. In Monkey Mia kommen Delphine zwei bis dreimal an den Strand wo sie gefüttert werden. Da wir sie gerade verpasst hatten, haben wir eine Nacht auf dem Campingplatz dort verbracht und ein bisschen den gemütlichen Strand genossen. Am nächsten Morgen haben wir die Delphine dann auch tatsächlich zu Gesicht bekommen. Wir trennten uns hier leider von Kris, welche auf einen Job in der Delphin Forschung hoffte. So nahmen wir also den restlichen Weg nach Perth zu zweit unter die Räder. Ein weiterer Nationalpark lag auf dem Weg, der Kalbarri NP. Die Schluchten konnten uns, nachdem wir diejenigen im Karijini NP gesehen hatten, nur wenig begeistern. Dafür der Küstenteil umso mehr! Wir genossen einen tollen Sonnenuntergang am Strand. Die Küstenstrasse am darauffolgenden Tag war echt genial und wir mussten ein paar Sops einlegen um ein Photo zu schiessen oder einfach die Aussicht zu geniessen. In Geralton wollten wir einen ausgewählten Campingplatz besuchen, aber fanden nichts anderes vor als ein ehemaliger Campingplatz... Das Gras schon ein bisschen hoch und der WC- und Duchblock abgerissen... hmmm... kein "campieren verboten" Schild? naja warum dann nicht gratis campieren? gesagt getan... und ganz in der Nähe fanden wir sogar noch eine Picknick Area mit gratis BBQ Grill und daneben WC und (kalte) Dusche... perfekt und günstig! Als letzten NP besuchten wir den Nambung NP, welcher für die Pinnacles, aus dem Sand ragende Steinblöcke, bekannt ist. Das Wetter war zwar alles andere als genial... Dunkle Regenwolken am Himmel, und ein unglaublich stark blasender Wind, welcher und dazu veranlasste unseren Lunch im Auto einzunehmen. Dafür war der Anblick der Pinnacles unglaublich spektakulär! Der vom Wind durch die Gegend gewirbelte Sand, die bedrohlichen Wolken am Himmel und diese seltsamen Pinnacles liessen das Ganze unwirklich, an eine Szene aus einem Star Wars Film erinnernd, erscheinen! Und dann... Donner, Blitz und Regen... phu, ein Gewitter in der Mitte der Wüste... Die Stimmung war voll genial, und für einmal hatten wir also Glück, schlechtes Wetter zu haben... ;-) Die geplante übernachtung auf einer Restarea liessen wir dann fallen und fuhren stattdessen auf dem direkten Weg nach Perth, wo ein trockenes und bequemes Bett auf uns wartete... Genau, für einmal hiess es also nicht campieren, sondern wir buchten uns in einem Backpackers ein. Der anhaltende Regen und die Nähe zum Ausgangsquartier machten uns diese Entscheidung leicht... Schliesslich hatten wir die vergangen Wochen unglaublich günstig gelebt und konnten nun ein paar Dollar mehr ausgeben. Ich hatte dan fast einen halben Schock als ich durch die Stadt lief... überall Leute, Shopping Centers und Action... phu... war mir das gar nicht mer gewohnt... seit ich fünf Monate zuvor Brisbane verliess, war keine Stadt dieser grössenordnung auf dem Weg gelegen. Cairns und Darwin sind ja beide nicht sehr gross. Naja aber ich habe mich da dann doch recht schnell daran gewöhnt. Auch gings hier wiedermal so richtig in den Ausgang, denn seit Darwin hat sich diese Möglichkein nicht mehr geboten! Mirjam nahm schon bald den Flieger nach Melbourne und so war ich wiedermal alleine... sniff... aber halb so wild, es ist einfach zu einfach (too easy wie die Australier sagen) Leute kennenzulernen. So habe ich mich für einen vom Backpackers organisierten Besuch zu den Pferderennen angemeldet. Am Mittag gings los mit einem feinen BBQ und einem Bierchen... dann gings zu den Pferderennen, wo nochmal ein paar Bierchen folgten. Ich habe das erste Rennen live und das zweite am TV mitferfolg. Beim dritten hatte ich keine Wette mehr laufen, darum habe ich dieses auch gar nicht mehr mitbekommen... ich war ja nicht wegen den Pferden dort... ;-) Die Australier nützen solch eine Gelegenheit gerne mal für ein Bier und da muss man sich ja schliesslich anpassen, oder? Achja, gewonnen habe ich übrigens beim Wetten nicht... wie erwartet nur verloren ;-) aber eben, es war ja nur zum Spass und nur ein paar Dollar... drinke dann ein Bier weniger und dann habe ich das auch wieder drin... ;-) Mit meinen englischen Roommates Jon und Dominic und ein paar weiteren Leuten vom Backpackers habe ich ein paar Tage später ein Cricket Game besucht... mann, war das langweilig! Und da ich am Abend zuvor im Ausgang war, hatte ich nicht mal Lust auf ein Bier, was wohl nötig gewesen wäre um die Stimmung zu heben. Gespielt haben übrigens England gegen Western Australien... und die Engländer haben hochaus verloren! Das habe ich aber nicht mehr live gesehen, denn das Game dauerte zwei Tage, und ich hatte nach dem ersten definitiv genug! Dafür gingen wir am nächsten Tag Golf spielen! Die haben mich doch tatsächlich auf den Platz gelassen! Damit sich die anderen nicht langweilen, bis ich meine hundert Schläge bis zum Loch gemacht habe, haben wir in Zweierteams gespielt und jeweils den besseren Schlag genommen... war halt dann meistens nicht meiner, da die Andern ein bisschen mehr Golferfahrung haben... macht nichts, wir hatten viel Fun, das Wetter war toll und die Aussicht auf die Skyline von Perth genial... An einem andern Tag habe ich dann Freemantle besucht... dort wars verglichen mit Perth sehr ruhig, wahrscheinlich hätte ich an einem Wochenende, wo mehr los sein soll, gehen sollen. Dann hats jeweils einen Markt, aber ich bin ja nicht ein grosser Markt Fan... Sonst geniesse ich hier vorallem den Ausgang und gemütliche Spaziergänge durch den Kingspark. Alles über meinen Trip die Küste hinunter nach Margaret River, Albany und Esperance, sowie meine Weiterreise nach Adelaide, ev. Alice Springs und Ayers Rock, und zurück nach Sydney wird dan inn meinem nächsten und vermutlich letzten Bericht stehen... |
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