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Teil 4 - Cairns to Darwin 20. Juli 2002 bis 15. September 2002 Wer möchte nicht gerne einmal als Fliege mit mir mitreisen? Ihr habt nun die einmalige Gelegenheit dies zu erleben! Um diesem Reisebericht mal eine etwas andere Note zu verleihen, habe ich das schreiben einer mitgereisten Fliege überlassen... Ich konnte es mir jedoch nicht verkneiffen ab und zu einen Kommentar (jeweils in [Klammern]) zu zufügen. ;-) Bsss... hey hallo, ich bin die Fliege! Ich heisse bssbrrssrbbs, einen menschlichen Namen habe ich nicht, wuerde es aber fuer euch wahrscheinlich ein bisschen einfacher machen.. ;-). deshalb schreibt mir doch eure Namensvorshlaege auf aussiefliege@gmx.com. Diesen Bericht schreibe ich uebrigens nur ausnahmsweise und aus reinem Gefallen für einen guten Freund, welcher mich zu seiner Reise eingeladen hat... Ich habe also diesen äusserst flotten [;-)] Markus auf dem Campingplatz in Cairns kennengelernt, und wurde spontan eingeladen, an seiner Reise teilzuhaben. Nach ein paar friedlichen Tagen in Cairns, an welchen ich meine Flügel ein bisschen bräunen konnte, brachen wir zu dritt... Markus, Florin und ich auf Richtung Norden, die neuste Scheibe von Red Hot Chilli Peppers im CD Player... Wow... da vibrierten meine Flügel! Ich hatte natürlich den Logenplatz auf dem Rückspiegel... ist schon toll für einmal nicht fliegen zu müssen und im eilzugstempo vorwärts zu kommen! Das Ziel war Cape Tribulation, wo der Regenwald und das Great Barrier Reef aufeinander treffen. Ist zwar ganz schoen, der Regenwald reicht wirklich bis zu einem wunderschoenen Sandstrand... uns war es aber viel zu touristisch... war halt gerade Hauptsaison, und viele Australier aus dem Norden hatten gerade Schulferien... darum waren auch bereits alle Campingplaetze ausgebuch als wir am spaeten Nachmittag ankamen... so mussten wir also kehrt machen, und ein gutes Stueck zurueckfahren um einen Platz fuers Zelt zu finden... naja, ihr Menschen habts schon viel schwieriger ein lauschiges Plaetzchen zu finden als wir... naja, anyway, am naechsten Tag gings dann auf eine Boatsfahrt auf dem Daintree River, wo wir einige Krokodile zu Gesicht bekamen. [war leider bewoelkt, und die Kokodile zuweit weg... so habe ich leider nicht ein wirklich gutes Photo machen koennen...] Nach einer weiteren in der Region gings wieder zurueck, die herrliche Kuestenstrasse hinunter, nach Cairns. Markus konnte sich in der Zwischenzeit auch entscheiden, nochmals einen Tauchtrip zum Reef zu buchen. So gings schon am naecsten Tag los, fuer zwei Tage, sieben Tauchgaenge... [War echt genial... vorallem der Nacht-Tauchgang, als die Haie nur so um mich und mein Buddy, die Amerikanerin Celina, kreisten. Wow... ich habs nur genossen, waehrend Celina versuchte sich ein bisschen hinter mir zu verschanzen, was aber nicht gelingen konnte, da die Haie einfach ueberall waren... wohin wir mit underen Lampen auch zuendeten... wow wow wow... nein, nein, die waren nicht gefaehrlich, es waren friedliche Reef Haie, die einem in Ruhe lassen, wenn man sie in Ruhe laesst...] ich fuehle mich unter Wasser nicht sehr wohl, und habe es daher vorgezogen, auf dem Schiffdeck ein bisschen Sonne zu tanken... auf jedenfall waren wir doch beide froh, als das geschaukel schlussendlich wieder vorbei war... Zurueck in Cairns hat sich Markus entschieden das Visa nun dort und nicht erst in Darwin verlaengern zu lassen, da wir nicht nach Darwin stressen wollten... Florin hat sich derweilen um eine andere Fahrgelegenheit bemueht, da wir nicht wussten wie lange alles dauert, und ihre Zeit limitiert war... Die Sache mit dem Visa ging dann aber ziemlich prompt ueber die Buehne. [ich benoetigte lediglich einen Bankkontoauszug, ein Flugticket und 190 Dollar..., und alles war geritzt... so darf ich nun also bis Ende Januar in Australien bleiben... und das Visa kann nicht nochmals verlaengert werden...]. Auf dem Cairns City Caravan Park, wo wir gewohnt haben, hatt Markus nach langem wiedermal schweizerdeutsch gesprochen... haben die Basler Tino und Mikko kennengelernt. Mikko arbeitete in einem Dijeridoo Shop. Markus und Tino habe sich super verstanden, und habe daher oft zusammen die Stadt unsicher gemacht... [auch wenn Cairns nicht meine Lieblingsstadt in Australien ist, kann man auch hier gut die Zeit mit nichtstun verbringen... zudem sind die Internetcafes hier so guenstig wie sonst fast nirgens, und erst noch schnell... so nach einem halben Jahr ohne eigenen Computer bekomme ich schon langsam wieder das reissen... habe darum einige Zeit dort verbracht, um euch noch mehr Bilder auf meiner Website zur Verfuegung zu stellen...] Neben Internet, rumhaengen, Kino und Ausgang gabs auch abundzu eine Party auf dem Campingplatz... Die Beste war eine geplante Beachparty, welche auf dem nahegelegenen Sportfeld stattfand, da der Strand einfach zuweit weg war und niemand nach einer Party nachhause fahren wollte... Josh und sein Kollege haben mit Mandoline und Gitarre losgelegt (reinhoeren), und Mikko hat zeitweise mit dem Dijeridoo mitgespielt... wow... am anfang waren wir nur ein paar Leute, und dann sind immer mehr und mehr Leute aus dem Campingplatz zugestoemt... war echt Klasse! Das einzige was wir vermissten war ein Feuer... [auch hatte ich gerade rechtzeitig Schweizer angetroffen... so konnten wir doch nach traditioneller Art mit Zigarre und Champagner 1.August feiern! ;-)] Dann war es irgendwie an der Zeit Cairns zu verlassen, und auch ohne weitere Reisebegleitung (ich bezahle halt keine Benzinkosten ;-)) aufzubrechen. Im Atherton Tableland besuchten wir den Carpet Fig Tree und den Cathedral Fig Tree besuchten und campierten am Lake Tinaroo. Der naechste Tag war ein Wasserfall Tag... Milla Milla Falls war mal ein bisschen anders... im Gegensatz zu den meisten Wasserfaellen, wo ein Fusspfad zum Wasserfall fuehrt, kann man diesen vom Parkplatz aus sehen... man muesste nichtmal aussteigen, und der Parkplatz war mit Tourbussen vollgestopft... phu... da waren Zillie Falls, welchen man nur von oben betrachten klann, und vorallem Ellinjaa Falls scho viel viel schoener... Weiter gings nach Mission Beach, wo wir Tino wiedertrafen, und nach langer Zeit wiedermal eine Nacht in einem Backpackers verbrachten. Das "Tree House" ist ziemlich abgelegen inmitten der Regenwaldes, und dort halten sich viele hippiartige Leute auf... Naja, der Campingplatz war ausgebucht und ein Bett im Dorm einfach zu teuer... so haben die Jungs dann die zweite Nacht im Auto geschlafen... Da sowohl Tino (Richtung Melbourne) wie Markus immer noch fuer eine Begleitung ausschau hielten, beschlossen sie nochmals nach Cairns zurueck zu fahren und diesmal definitiv jemanden zu finden... nicht jedoch ohne vorher bei ein paar Leuten vorbeizuschauen, welche wir in Cairns kennengelernt und welche nun in Mission Beach ein Haus gemietet haben... und was fuer ein Haus! ohne Waende, Fenster und Tueren! umgeben von Regenwald! Sowas glaubt man nicht wenn man es nicht gesehen hat! Ein einfach genialer Platz zum Leben! [ausser man lebt nicht gerne zusammen mit Spinnen und anderen Viechern ;-)] So ist dann Markus auch prompt haengengeblieben und erst nach zwei Tagen Bier trinken, Joint rauchen und "Risk" spielen losgekommen.... :-)) Zurueck in Cairns hat sich dann dank einer Notiz am Anschlagbrett schnell eine Reisebegleitung gefunden. Der Kanadier Jeff begleitete uns nun also nach Darwin, wozu wir dann schon bald aufbrachen. Nach dem versprochenen nochmaligen Besuch bei den Freunden in Mission Beach, um nochmals eine Party zu feiern und waehrend einem Bushwalk Tarzan zu spielen [:-)], fuhren wir runter nach Townsville. Dort trafen wir ein letztes Mal auf Tino, mit welchem wir den Hausberg Castle Hill bestiegen. Als wir danach noch gemuetlich in der Stadt noch etwas tranken kam zufaellig der Englaender Jack vorbeispaziert, welcher mit Jeff zusammen in Inisfail gearbeitet hatte. Da er auch nach Darwin wollte und im Auto noch ein Platz frei war, schloss er sich kurzerhand uns an. So gings dann am naechsten Tag auch endlich los auf die lange Ueberfahrt, nachdem wir genuegend Proviant eingekauft, und den Tank ein letztes Mal mit guenstigen Benzin gefuellt hatten. Dann hies es erstmal fuer drei Tage fahren, fahren, fahren... die Landschaft wurde immer ein bisschen oeder, die Baeume niedriger und weniger... und das schlechte Wetter hatten wir am Tag darauf endgueltig hinter uns gelassen... von da an wars einfach nur noch heiss! Uebernachtet haben wir jeweils auf Rest Areas, was sich als einfach uns aeusserst guenstig erwies... von einem Australier haben wir noch den Tip bekommen immer genuegend leere Bierflaschen dabei zu haben. Wenn also ein Polizist vorbeikommen sollte, um uns zu sagen dass wir dort nicht campieren duerften, dann koennte er uns ja nicht gut auffordern weiterzufahren wenn wir zuviel getrunken haetten! ;-) benoetigt haben wir diesen Tip allerdings nie... aber gut ist er! Am dritten Tag haben wir uns dann wiedermal einen richtigen Campingplatz mit Dusche in Tennant Creek geleistet! Der Versuch am Abend in einem lokalen Pub noch ein Bierchen trinken zu gehen scheiterte daran, dass wir kein offenes Pub finden konnten! ...was fuer ein Kaff inmitten von Nirgendwo... Tagsdarauf fuhren wir zuerstmal in die "falsche" Richtung, um die Devils Marbels zu sehen. Diese riesigen runden Felsen, die da einfach so in der Wueste herumliegen... genau wie vom Teufel liegengelassen... Das war ein echtes Highlight! Das wars dann aber fuer den Moment und erst am naechsten Tag wurde es dann nach ein paar hundert Kilometern wieder interessant... Ein kurzer Abstecher in eine Geisterstadt, und schon am Mittag waren wir dann im Pub! Das skurile Daily Waters Pub darf man auf der Durchreise auch keinesfalls verpassen! Die Waende sind vollgepflastert mit Photos, IDs, Banknoten und allerlei von Besuchern Zurueckgelassenem! So war es natuerlich nichts anderes als obligatorisch dass wir unser Photo auch an die Wand, resp. einen Pfosten hefteten! Markus musste die andern dann auffordern das letzte Bier auszutrinken und kein neues mehr zu bestellen, da er selbst ja nicht zuviel mittrinken konnte und wir ja noch ein paar Kilometer zuruecklegen wollten... so erreichten wir dann am Abend Mataranka, wo wir uns sogleich auf dem Campingplatz einbuchten um uns anschliessend ins natuerlich heisse Wasser stuerzten. Das war so richtig gemuetlich und nach dem vielen Fahren unglaublich erholend! Am naechsten Tag stand dann das Kathrine Gorge auf dem Programm. Dort unternahmen wir bei bruetender Hitze eine zweistuendige Wanderung mit einem abkuehlenden Bad im Kathrine River zwischendurch. Fuer den naechsten Tag buchten wir ein Kanu und campierten anschliessend wild im Busch... frueh morgens (7:30 Uhr!) mussten wir dann aufstehen um unsere Kanus in empfang zu nehmen. Dann hiess es erstmal paddeln... flussaufwaerts, mit kurzen Tragpassagen zwischendurch, an Aboriginal Zeichnungen auf Felsen vorbei durch wunderschoene Schluchten... schnell mal ins erfrischende Wasser gehuepft und dann wieder flussabwaerts in den Ausganspunkt zurueck. Nach einem Picknick und einem nochmaligen Bad sind wir dann weitergeduest... und zwar zur naechsten heissen Quelle, den Douglas Hot Springs... im gegensatz zu den Quellen in Mataranka unglaublich viel weniger touristisch... Direkt neben dem guenstigen Campingplatz mixen sich Heisswasser und Kaltwasser... so kann man die ideale Temperatur auch noch selbst bestimmen! Wir haben es uns dann natuerlich auch nicht nehmen lassen bei fast Vollmond ein naechtliches Bad zu nehmen und dazu ein kuehles Bier zu trinken! [phu... das war dann gerade ein bisschen zu romantisch... hat uns doch wirklich weibliche Begleitung gefehlt! Naja vielleicht das naechste Mal ;-)] Als naechstes Highlight war dann fuer den naechsten Tag der Litchfield Nationalpark geplant. Bei den Florence Falls nahmen wir einmal mehr ein erfrischendes Bad und campierten unweit davon. Wie wir im nachhinen vernommen haben gibts immer wieder Leute welche vom Wasserfall 16 Meter in den darunterliegenden Pool springen! Gut, dass wir das nicht vorher gewusst haben, sonst waeren wir moeglicherweise auch noch auf die verrueckte Idee gekommen... ;-) Tagsdarauf hatten wir dann gleich mehrere Moeglichkeiten ein Bad zu nehmen... zuerst beim Bully Rockhole, viele kleine Pools. Dann die Wangi Falls, die groesste und meistbesuchte Attraktion des Parks. Und dann schliesslich noch der Sandy Creek wo wir dann dafuer fast alleine waren... Von da war es dann auch nur noch unweit bis nach Darwin. So hatten wir also 3000 Kilometer erfolgreich hinter uns gebracht. Jack und Jeff haben sich dann in einem Backpacker eingebucht, waehrend Markus sich im gemuetlicheren und guenstigeren Caravan Park einquaertiert hatt. Die Jungs haben wir dann noch zweimal im Ausgang getroffen, sind aber in der zwischenzeit bereits weitergezogen, mit der Hoffnung an einem andern Ort arbeit zu finden. Wir haben es uns hier in Darwin gemuetlich gemacht... das genialste hier ist ganz klar das Wetter! Es ist jeden Tag schoen bei Temperaturen ueber 30 Grad... in der Nacht ist es so um die 20 Grad... interessanterweise hat das Wetter gerade umgeschlagen als wir hier ankamen und so hat die Luftfeuchtigkeit stark zugenommen. Schon in ein paar Wochen kann die Regenzeit hier beginnen... spaetestend dann sind wir hier weg ;-) Unterdessen geniessen wir hier den Beach, Ausgang wie es sich in einer Stadt gehoert ;-) und interessante Gespraeche mit netten Leuten auf dem Campingplatz. Es ist so eine richtige Familie hier, wo auch gemeinsam was unternommen wird. So machten wir auf dem Adelaide River eine "Jumping Crocodile" Tour. Krokodile werden vom Boot aus mit Fleisch zu Spruengen ermuntert... war echt interressant diese Viecher einmal aus naechster Naehe und in Action zu erleben! Zweimal in der Woche findet am Mindel Beach der Sunset Market statt, ein Markt welcher vor Sonnenuntergang beginnt, wo hunderte von Leuten am Strand gemeinsam den Sonnenuntergang betrachten, mit vielen Ess-Staenden (vorallem viel asiatischer Food), Strassenmusikanten und Feuershows. Und dann waren wir letzte Woche auch noch an einem gratis openair klassik Konzert (reinhoeren)! [kaum zu glauben... ;-)] In der Cullen Bay hat das Darwin Symphonie Orchestra unteranderem Elvis Songs (das war auch der eigentliche Grund warum wir dort waren...) gespielt. Der Plan sieht nun so aus, dass wir gemuetlich die Westkueste hinunterfahren, zwischendurch nochmals tauchen und schnorcheln gehen, und schauen was sonst noch interessantes geschieht... |
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