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Teil 2 - Melbourne, Tasi, Adelaide und zurueck an die Ostkueste... 23. März 2002 bis 18. Mai 2002 Ich fahre also weiter, wo der letzte Teil endete, im Wilsons Promontory National Park. In unserer ersten Nacht in Tidal River, einem riesigen Campingplatz inmitten des NP, machten wir wiedermal Begegnung mit einem neuen Tierchen. Diesmal aber auf eine unangenehme Art... wir hatten unser Camp bereits aufgestellt und hatten gerade mit dem Kochen begonnen, als plötzlich (wie in einem Horrorfilm) überall diese Tausendfüssler aus dem sandigen Boden gekrochen kamen... sie krochen einfach überall hoch, an den Stühlen, am Tisch, am Zelt, am Kocher (...da wurde es ihnen aber zu heiss, hehe ;-)), und an den Beinen... igitt... es waren einfach unzählige und es war so ungemütlich, dass wir uns nach dem Essen unverzüglich und ohne Kaffee im Zelt verkrochen haben... Naja, für die zweite Nacht wechselten wir dann auf einen sandlosen Platz... und so waren wir dann ready um auf die zweitägige Wanderung aufzubrechen. Nach ein paar Kilometer durch den Regenwald trafen wir am Wegrand eine Schlange an, die sich friedlich in der Sonne wärmte... schon bald kamen wir an einen superschönen Beach... und so gings dann weiter... gemütliche Küstenwege und zwischendurch immer wieder ein Sandstrand, einer schöner als der andere... der Campingplatz, immerhin mit einer Toilette ausgestattet, lag ebenfalls nahe eines Strandes. Das Nachtessen fiel halt etwas spärlich aus, da wir unseren schweren Gaskocher nicht mitschleppten... mit dem Zelt und einigen Litern Wasser hatten wir auch so genug zu schleppen. Am nächsten Tag gings im gleichen Stil weiter... der Küste entlang wandern, am nächsten Beach ein erfrischendes Bad nehmen und weiter gehts... es war einfach unglaublich schön... nur empfand dies mein Knie nicht ganz so und es begann zwei Tage später zu schmerzen... war wohl etwas zuviel auf einmal... von da an kroch ich ein bischen komisch ins Zelt, und weitere Wanderungen waren vorerst kein Thema... Weiter gings dann auf Philip Island, wo wir mit tausend Japanern die Penguin Parade beobachteten. Manuel musste mich zwar fast zwingen dort hin zu gehen, da mir das ganze ein bisschen übertrieben aufgemacht erschien... man stelle sich eine Tribüne direkt am Meer vor, ein paar Scheinwerfer die den Strand beleuchten, und eine riesige Horde Leute, welche an den Strand starren und darauf warten ein paar Pinguine aus dem Wasser steigen zu sehen... und dies alles nicht ganz kostenlos... naja, schlussendlich war es trotzdem herzig wie diese unglaublich kleinen Pinguine aus dem Wasser auftauchen und dem Strand entlang watscheln... und nachdem die Japaner nach kurzer Zeit wieder abzogen (die haben ja wohl ein strenges Programm...), konnten wir die Pinguine bei den Nestern noch aus nächster Nähe beobachten... Als nächstes folgte Melbourne, wo wir ein paar Tage blieben, wiedermal shoppen gingen und sonst die Stadt unsicher machten... Auch gönnten wir uns wiedermal eine Abwechslung zum Camping Food und probierten ein paar Restaurants aus... Den botanischen Garten liessen wir uns natürlich auch nicht entgehen, und wie üblich in einer Stadt legten wir ein paar Kilometer zu Fuss zurück... Wir entschieden uns dann definitiv Tasmanien in unsere Reiseroute aufzunehmen, und buchten sogleich die Tickets für die Fähre. Leider war diese ziemlich gut ausgelastet und so mussten wir ein paar Tage warten, und legten eine Ehrenrunde über Ballarat, eine ehemalige Goldgräberstadt, und Hepburn Springs, bekannt fuer seine Mineralquellen (wir gönnten uns einen Spa Tag), ein. In Melbourne mussten wir noch feststellen, dass meine frühere Autoreparatur nicht ganz erfolgreich war und wir wieder massiv Kühlflüssigkeit verloren... so konnten wir also mal den Pannendienst ausprobieren, und wurden nicht enttäuscht... kurze Zeit nach dem Telefon fuhr der Mechaniker schon vor, ersetzte einen defekten Schlauch und alles lief wieder wie gewünscht... einzig das Material musste ich bezahlen, und somit, und dank all den Karten welche wir gratis beziehen koennen, hat sich die Mitgliedschaft schon definitiv gelohnt... Die Überfahrt nach Tasmanien nahm 14 Stunden in Anspruch, welche aber ziemlich schnell vergingen, da es an Board nicht an Unterhaltung mangelte. Mit drei inbegriffenen Mahlzeiten am Buffet, einem kleinen Shop, einer Bar und Spielsalon wird einem nicht so schnell langweilig... In Tasmanien fuhren wir von Devenport, wo die Fähre ankam, zuerst nach Launceston, die zweitgrösste tasmanische Stadt. Auf dem Weg dorthin legten wir einen kurzen Stopp in Grindelwald ein. Dieses Retortendorf wurde von einem Holländer gebaut, nachdem er fasziniert aus seinen Ferien in der Schweiz zurückkehrte... Wir fuhren weiter der Ostküste entlang südwärts. Im Mt. Wiliams NP schlugen wir unser Camp in der Nähe eines einmal mehr unglaubich schönen und langen Sandstrandes auf. Schon bei der Ankunft auf dem Campingplatz wurden wir von ein paar Kangaroos begrüsst. Und nach dem superschönen Sonnenuntergang kamen noch viel mehr aus ihrem Versteck hervor und weideten friedlich auf der Wiese und vergnügten sich am Strand... Als nächster Höhepunkt stand der Freycinet NP auf dem Programm. Die Wineglass Bay ist wirklich sehenswert... und darum liess ich mich nicht abhalten wenigstens bis zum Lookout hoch zu laufen... mein Knie wollte noch nicht einer grösseren Belastung ausgesetzt werden... Aus dem selben Grund liessen wir den Maria NP, welcher nur per Schiff erreichbar ist, und zu Fuss erkundet werden muss, aus. Weiter gings nach Port Arthur, der meistbesuchten tasmanischen Touristenattraktion, einer Halbinsel, welche früher als Gefangenenlager verwendet wurde. Die Überreste der alten Gebäude konnten wir besichtigen, und auch eine kurze Bootsfahrt war im Eintrittspreis inbegriffen. Und schon waren wir in Hobart, der tasmanischen Hauptstadt angelangt... die Stadtbesichtigung erfolgte auch hier wieder zu Fuss. Das Wetter war einmal mehr wunderschoen und zu unserem Glueck war der Hausberg, Mt. Wellington (1271m) nicht von Nebel eingehuelt. So konnten wir nach einer kurzen Autofahrt eine super Aussicht auf die Stadt und die Umgebung geniessen. Hobart ist ein kleines und gemuetliches Staedtchen, mit vielen alten Gebaeuden und einigem Charme. Im Huon Valley, einem Apfelanbau Gebiet südlich von Hobart, durfte ich natürlich das Apfelmuseum nicht verpassen... und danach konnten wir gleich eine Etappe der Targa Tasmania Ralley mitverfolgen. Zu diesem Zeitpunkt gab leider meine Kamera den Geist auf... und noch heute warte ich darauf bis Canon diese endlich repariert hat... Nunja, Manu hat ja auch eine Digicam, und so müssen wir zum Glück nicht auf Bilder verzichten... Auf dem Weg nach Queenstown passierten wir eine riesige Minen Grube... echt eindrücklich was die da alles weggeschaufelt haben... Queenstown selbst hat auch schon bessere Zeiten erlebt, dreht sich doch alles ums Minen Geschaeft, welches aber wegen der Umweltverschmutzung immer umstrittener wird... Frueher wurde auf nichts Ruecksicht genommen. So sind die Huegel um Queenstown abgeholzt und mit Minenaushub ueberschuettet... Was fuer ein Kontrast war dann der Cradle Mountain National Park... Natur Pur... Fuer einmal ein Mountain, der den Namen auch verdient... auch wenn er mit 1545m nicht gerade hoch ist, sieht er doch wie ein echter Berg aus! Wir haben den 1,5 stuendigen Spaziergang um den naheliegenden Dove Lake sehr genossen, es war fast ein bisschen wie zu Hause... nur die Tier- und Pflanzenwelt machten den Unterschied aus... Zurueck in Devenport mussten wir zuerst noch ein paar Stunden mit Essen und Kino um die Ohren schlagen, da die Fähre erst um 02:00 auslief... die Überfahrt schien diesmal noch kürzer, da wir uns im gebuchten Hostel Bett ein paar Stunden hinlegen konnten... Der zweiwoechige Tasmanien Tripp hat sich auf jedenfall gelohnt. Wir haetten gut noch eine Weile dort verbringen koennen... In Melbourne war dann ein Reparaturtag angesagt - die Kamera zu Canon - mein Knie schlussendlich doch noch zum Arzt... "Spritze oder Tablette?" war die Frage nach einer eher spärlichen Untersuchung... naja ich gab mich mit Tabletten zufrieden... ;-) Nun gings also endlich los zur Great Ocean Road, von der wir schon soviel gehört, und von der soviele Leute geschwärmt hatten... naja, der erste Teil hat uns dann ziemlich enttäuscht und wir dachten dass kanns ja nicht gewesen sein... und es wars zum Glück auch nicht gewesen... die 12 Apostel waren echt Beeindruckend. Diese Felsen im Wasser, diese Farbe, und die Wellen die immer und immer wieder an den Konturen feilen... ein superschöner Anblick und ein Schauspiel dem man stundenlang zusehen könnte... wow... Die Gibson Steps, the Blowhole, The Arch und London Bridge waren die weiteren Highlights. Letztere ist nicht mehr ganz ersichtlich, da vor ein paar Jahren ein Teil davon einstürtzte... Da die Zeit für Manu langsam knapp wurde, legten wir von nun an einen Zacken zu und fuhren relativ zügig weiter nach Adelaide. Hier stand einmal mehr das übliche Stadtprogramm an... Stadtbesichtigung, Botanischer Garten, Shopping... Naja besonders Beeindrucken konnte uns hier nicht viel... ausser, dass meine erste Parkbusse nur 13$ kostete... ;-) Was wir natürlich nicht verpassen konnten: das Barossa Valley - den Weinkennern ein Begriff, ist es doch das grösste Weinanbau Gebiet in Australien... Wir schlugen unser Camp in Tanunda auf, und starteten sogleich zu Fuss zur Weintour... Basedow Wines (da degustiert man noch echt im Keller, mit Weinfässern die übereinem thronen...), Stanley Brothers Winery, Peter Lehmann Wines (Gross aufgemacht, schöne Anlage mit grossem Garten und BBQ Area unter Bäumen...) und Richmond Grove waren die Winerys die wir abklapperten, und von denen wir jeweils eine Flasche herauspflückten. Es hätte ja noch ein paar mehr auf dem Weg gehabt... aber eben... man kann die feinen Tropfen ja nicht immer ausspucken und irgendwann merkt man den Unterschied nicht mehr... Am nächsten Tag hängten wir noch die Wolf Blass Winery, welche zusätzlich ein kleines Weinmuseum beherbergt, dran. Im Eilzugstempo gings dann Quer Landein nach Canberra... 1300km to go... driving driving driving... Canberra ist die pure Retortenstadt... dies ist zumindest aus der Stadtkarte klar ersichtlich. Wir besichtigten das Parlamentsgebäude und beguckten die Stadt von oben, vom Telstra Tower aus. Und schon waren wir wieder zurück an der Ostküste, aber diesmal Richtung Norden unterwegs... wie gewohnt trafen wir hier wieder super Beaches und tolle Küsten an... In Nelson Bay hofften wir dann darauf eindlichmal einen Koala zu sehen... es blieb aber beim Hoffen... In Tuncurry kochten wir einmalmehr unser berühmtes M&M Curry Chicken... mmmhh... ;-) In Port Maquarie sahen wir dann endlich unseren ersten Koala... zwar leider in Gefangenschaft, aber immerhin... diese Viecher waren auch im Koala Park sehr herzig zu beobachten... Ein bisschen im Landesinneren machten wir einen Spaziergang durch den Regenwald im Dorrigo NP. Das war echt faszinierend... diese verschiedenen Baumarten, Pflanzen die sich einen Baum als Host ausgesucht haben, Lianen, und rundherum ueberall diese Geraeusche, Vogelgezwitscher hier und da... wow... In Coffs Harbour besuchten wir die " Big Banana", eine (nicht allzu) grosse Banane, durch die man hindurchlaufen kann... naja... kostete ja keinen Eintritt, und dafuer haben wir im Laden nebenan ein paar frische Bananen von der angrenzenden Plantage gekauft... mmmhh... Next Stop: Byron Bay - so ein richtiges Surfer und Backpacker Kaff... es liegt direkt am Beach, und die Strassen sind gesäumt von Restaurants, Surf- und andere Shops, Reisebueros und Internet Kaffees... für echte Beachratten und Surfer wohl das Paradies... uns hat es auch ganz gut gefallen, und so nutzten wir die Campsite noch für eine zweite Nacht. Am Cape Byron, dem oestlichsten Punkt des australischen Festlandes, hatten wir das Glueck, eine Gruppe Delphine beobachten zu koennen... Wir wären gerne noch länger geblieben, aber die Zeit drängte... In Surfers Paradise hatten wir fuer einmal einen etwas andern Campingplatz... anstatt inmitten von Bäumen, inmitten von Hochhäusern! Überhaupt besteht das ganze Surfers Paradise fast nur aus Hochhäusern, was uns sehr an Florida erinnerte! Naja, schön und lang ist der Beach auch hier, aber es gibt definitiv bessere Orte um den Strand zu geniessen... Und so kamen wir also zu unserem Zwischenziel Brisbane... Hier Trennten sich die Wege von M&M... Manuel nahm den Bus um doch noch nach Cairns zu kommen, und ist in der Zwischenzeit schon auf dem halben Weg (Singapore) nach Hause... Thanks Mate! War eine super Zeit! Ja und ich bin also noch in Brisbane, wiedermal ein Zeitchen stationär... mehr dazu und wies weitergeht erfahrt ihr beim naechsten mal... ;-) Jetzt hab ich wieder viel mehr geschrieben als ich eigentlich wollte... (hoffe, dass diejenigen welche dies im Geschaeft lesen, jetzt keinen Aerger mit ihrem Chef haben ;-) ) trotzdem konnte ich nicht alles erwaehnen und habe auch die Eine oder Andere Story aufgespart, um euch diese dann persoenlich zu erzaehlen wenn ich (..irgendwann...) wieder zurueck bin... |
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