Samstag, 27. Dezember 2008 um 19:14
Markus
Auch nach Weihnachten gibt's noch Geschenke von uns! 44 Thailand Bilder 1 Thailand Video Wir wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr (in welchem Ihr zu gegebener Zeit wieder von uns hören werdet)! Markus & Anja
Mittwoch, 24. Dezember 2008 um 09:30
Markus
Ganz so kalt ist’s nicht hier, aber 30 Grad weniger als noch vor 24 Stunden in Bangkok… Wir sind also gestern Abend gut in Deutschland angekommen… Aber zuerst mal alles der Reihe nach… Wir waren noch 3 Tage im Khao Yai National Park, wo wir die letzte Tour (jetzt reicht's also wirklich) unserer Reise gebucht haben. Das spannendste waren die Fledermäuse, welche wir am ersten Tag gesehen haben. Diese kommen jeweils pünktlich zur Dämmerung millionenweise (nicht übertrieben!) aus einer Höhle geflogen, und bilden so eine riesige Schlange am Himmel. In der Nacht ernähren sie sich von Insekten (Eigentlich wurde man meinen es blieben gar keine Mücken mehr übrig) und fliegen dann bei Tagesanbruch (solange haben wir natürlich nicht gewartet) wieder in der gleichen Manier zurück. Am zweiten Tag haben wir dann eine Wanderung durch den Urwald gemacht. Unser Guide hat für uns ein paar Gibbons gesichtet, die wir durch sein Fernrohr beobachten konnten. Auf der sogenannten “Nachtsafari” (3h bei Dämmerung rumkurven und hoffen, dass man zufällig ein paar Elefanten auf der Strasse sieht) bekamen wir leider keine Elefanten zu Gesicht, obwohl es diese hier laut unserem Reiseführer soviel geben soll wie sonst in keinem Nationalpark Asiens… Um nach Bangkok zu kommen, haben wir uns entschieden nicht den Bus (2.5h) sondern den lokalen Zug zu nehmen, um unsere Reise auf die gleiche Art und Weise zu beenden, wie sie in St. Petersburg begonnen hatte. Für einen US$ bekommt man da 4h Stunden Zugfahrt (plus 1h auf den verspäten Zug warten) in der Holzklasse mit 25 Stopps ;-) Aber es war es Wert! So konnten wir nochmals das lokale Leben geniessen, auf unbequemen, ungepolsterten Sitzen sitzen und die vielen “gegrillte Tauben”- und ähnliches-Verkäufer beobachten. Als Kontrast dazu haben wir uns für die letzten 3 Tage dann ein Luxus Zimmer im 19. Stock des 4-Sterne Ramada Hotels gegönnt :-) Zu Bangkok gibt's eigentlich nicht viel zu Sagen: Asiatische Grossstadt mit grossem Kontrast zwischen den modernen, sauberen, verspiegelten Einkaufszentren und dem geschäftigen Treiben auf den Strassen rundum mit den Strassenverkäufern im lauten und stinkigen Ambiente. Kurz: es bietet für jeden etwas, mag uns aber nicht so recht begeistern. Uns bleibt also nur noch allen schoene Festtage zu wünschen und wir hoffen ihr habt die letzten 6 Monate Berichte und Fotos genau so genossen wie wir unsere Reise! Viele liebe Grüsse Markus uns Anja
Freitag, 19. Dezember 2008 um 07:58
Anja
In den letzten Monaten haben wir viel gesehen und Dreck, Lärm, Hitze und Verkaufsgebrüll sind wir nun gewöhnt. Haben wir zumindest gedacht. Bis Kambodscha. Dieses Land hat alle Superlative nochmal gebrochen, im positiven, aber leider auch im negativen Sinne. So hat mich Phnom Penh zunächst mal geschockt, da wir noch nirgends so viele Bettler und Obdachlose gesehen haben, unter ihnen auch viele Kinder. Ganze Familien schlafen auf dem Bürgersteig zwischen Müll und Dreck und neben den ganzen Abgasen von der Strasse und der Anblick kann einen recht mitnehmen. Das war auch in Sihanoukville nicht besser, wo viele Kinder von ihren Eltern losgeschickt werden, um Armbänder zu verkaufen statt zur Schule zu gehen. Der Ort ist voll von Touristen, besonders jungen Leuten, die tagsüber am Strand bräteln (ich hab es zwischen 10 und 15 Uhr ganze 5 min in der Sonne ausgehalten…) und abends Party machen. In den lauten Bars besaufen sie sich, werden von kambodschanischen Prostituierten angemacht, von den Leuten hinter der Bar ums Wechselgeld geprellt und können froh sein, wenn auf dem Nachhauseweg ihre Tasche nicht geklaut wird. Aber ich will nicht wieder nur negativ sein ;-)
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Sonntag, 07. Dezember 2008 um 11:47
Markus
Saigon – da stellt man sich romantische Sonnenuntergänge über traditionellen Dächern vor; Ho Chi Minh City – Das tönt schon eher nach einer asiatischen Grossstadt, wo sich die Motorräder auf der Strasse einen dauernden Kampf liefern. Es handelt sich bei beiden natürlich um ein und dieselbe Stadt. Nur ist die zweite Beschreibung leider viel zutreffender. Wir wollten unsere wertvolle Zeit daher auch lieber im Mekong Delta verbringen und haben uns nach einer passenden Tour umgeschaut. Nach dem Besuch von etwa 10 Anbietern haben wir gesehen, dass alle ein und dieselbe Route anbieten, mit einem Preisunterschied von nur wenigen Dollars. Die einzige Alternative wäre eine Tour für den 4-fachen Preis gewesen… 140$ für eine Tour wo man zweimal bei einer lokalen Familie übernachtet fanden wir dann aber doch ein bisschen daneben. Also machen wir halt doch was alle machen, ohne zu erwarten, dass die Halong Bay Tour überboten werden kann. Bevor es damit los ging haben wir aber noch die Cu Chi Tunnels in der Nähe Saigons besucht. Diese Tunnels wurden im Krieg von den Einheimischen gebaut um sich gegen die Amerikaner zur Wehr zu setzen. Wie man das aus Filmen kennt, haben sich die Viet Kong darin tagsüber verschanzt und sind in der Nacht raus gekrochen, um den Gegner zu töten. Dasselbe wurde auch über verschiedene Fallen erreicht. Etwas absurd kam es uns schon vor, als der Guide davon geschwärmt hat, wieviele Viet Kong Soldaten die “American Killing Hero” Medaille bekommen haben, weil sie so und so viele Amerikaner getötet haben. Man würde sich da schon eine etwas differenziertere Darstellung wünschen. Ebenso stolz war er, dass auch Frauen und Kinder gekämpft haben. Im Kriegs Museum, was ich am Nachmittag danach noch besucht habe (Anja wollte wegen den grausamen Bildern fernbleiben), werden dafür dann die Amis dafür beschuldigt, dass sie auch Frauen und Kinder getötet haben…
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Sonntag, 30. November 2008 um 08:31
Anja
Manchmal kann einem diese einfache, harmlose Frage tierisch auf die Nerven gehen. Zum Beispiel, wenn man sie am gleichen Tag etwa zum 50. Mal gehört hat und keine anderen Aussichten auf Fluchtmöglichkeiten bestehen als sich im Hotelzimmer zu verschanzen. So ging es uns in Hoi An, dem Ort, in den wir nach dem Dauerregen in Hue geflohen sind. Der Ort ist eigentlich ganz beschaulich, mit einer Altstadt mit lauter kleinen, traditionellen Häusern, an einem Fluss in grüner Landschaft. Leider ist es einer der meistbesuchten Touristenorte in Vietnam und die Einheimischen haben nur Dollarzeichen in den Augen, wenn sie einen sehen. Man kann keine zwei Meter laufen, ohne dass man irgendetwas kaufen soll und wenn man etwas kauft (tickets, etc.) versuchen sie, einen übers Ohr zu hauen.
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