Lang ist`s her seit meinem letzten Bericht, auch neue Fotos bekamt ihr nicht zu Gesicht. Weit war der Weg, den wir seither fuhren, 6000 km hinterliessen auch beim Wetter ihre Spuren. Aber lasst mich starten am Anfang, befürchte dieser Bericht wird recht lang.
In Cairns war es warm und sonnig, ein Wetter so richtig wonnig. Aber schliesslich ist das in den Tropen, da ist Kälte dann jawohl verboten. Einen Abstecher haben wir gemacht zum nördlichsten Punkt unserer Reise, dort sahen wir nicht nur diese oder jene Ameise. Gezeltet haben wir im Daintree Nationalpark im Regenwald, so dass die Feuchtigkeit und Hitze uns faul machte schon bald. Zwar gingen wir spazieren am Strand, blieben aber trotz des warmen Wassers an Land. Ins Wasser sollte man dort nicht gehen, es sei denn man möchte Krokos und Quallen von Nahem sehen.
Zurück in Cairns gingen wir gross einkaufen, allzu vielen shops wird man schliesslich im Outback nicht über den Weg laufen. Im vollgepackten Ronan ging es los, auch das Wetter war mal wieder famos. Über das idyllische Tafelland fuhren wir gen Westen, die Ausblicke waren dort echt vom Besten. Nach ein paar Stops an Kratern und Wasserfällen, beschlossen wir das Zelt im Undara Nationalpark aufzustellen. Vulkanische Höhlen, erschaffen vom Lavafluss, gab`s zu sehen, wenn auch nur im Tourbus.
Nach der Tour wurde noch ein paar hundert Kilometer gefahren, man sollte sich schliesslich nicht allzu viel Weg für später aufsparen. Karumba hiess unser neues Ziel, weil uns die Idee vom Outback am Meer so gut gefiel. Von dort gings dann südlich nach Cloncurry, gut war die Strasse, soweit „no worry“. In Mount Isa war mal wieder der Boden hart, oh! war der Kauf unseres Hammers smart. Zudem wurde es nachts auf einmal kalt, der Winter zeigte sich nun mit aller Gewalt. Zumindest tagsüber war es zum Glück noch warm, so konnte man sich dann wenigstens die Jacke sparn.
Weiter ging es Richtung Westen und dann nach Süden, noch ein paar hundert Kilometerchen, das sollte genügen. Dazwischen war wenig, ein paar Sträucherchen hier und da, wenn mal ein Restplatz vorhanden, so nimmt man ihn wahr. Kurz gestoppt bei den Teufelsmurmeln für ein paar Fotos, auf der Strasse grüsst man alle entgegenkommenden Motos. Schon sind wir wieder mal auf einem Campingplatz, und wechseln mit einem Chinesen ein paar Satz. Und Frisbie haben wir mit ihm gespielt, an einem Ort, wo sie vermeintlich haben mit UFOs gedealt. Aber das ist eine andere Geschichte, die fällt hier nicht so sehr ins Gewichte.
Ganze vier Tage sind wir in Alice Springs geblieben, mit Camping und Landschaft vollauf zufrieden. Wallabies konnte man füttern, sich auf Gravelroads lassen erschüttern; Schluchten und Wasserlöcher konnte man sehen, auf den einen oder anderen Walk gehen. Das alles gab`s in der MacDonnell Range, da war nur eins, das fanden wir „strange“. So gab es auf einmal nur „Opal“ zu tanken, da macht man sich ja schon so seine Gedanken. Geht’s dem Ronan auch gut damit, bleibt er so auch richtig fit?
Brav fuhr er weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit, war ja auch nur schlappe 500 km weit. Am Kings Canyon liefen wir über Stock und Stein, wieviele Fotos passen eigentlich auf eine Karte rein? Ein bisschen Speicher haben wir hoffentlich noch über, schliesslich wollen wir noch zum Ayers Rock rüber…
Diesen haben wir am nächsten Tag erklommen, haben ihn bei Sonnenauf- und –untergang aufgenommen. Haben bewundert sein rotes Schimmern, und auch bei den Olgas gab`s dieses Glimmern. Nun hatten wir im Northern Territory alles gesehen, und es konnte weitergehen. Dieser Staat hat schon seinen Reiz, und er ist so gross wie Deutschland plus die Schweiz. Doch nur 200.000 Leute leben dort, deshalb gibt es nicht allzu viele Ort.
In Südaustralien gibt es nun wieder Gras, dennoch macht das Campen nicht mehr so Spaß. Denn gibt es zuviel Kälte und Regen, fängt man an sich`s zu überlegen. Wie es sein könnte mit nem Dach überm Kopf, nicht mehr hören jeden Regentropf. Eine Heizung haben, das wäre fein, denn mittlerweile hilft bei der Kälte nicht mal mehr der Wein. Von dem haben wir im Barossa Valley zwar viel probiert, dennoch ist es nun arrangiert. In sechs Tagen ist es soweit, ein Zimmer mit Heizung ist in Sydney bereit. Wieder mal neigt sich ein Abenteuer dem Ende zu, doch das bedeutet für uns keine Ruh. Denn Jobs gilt es dann zu suchen, um auch mal wieder ein plus auf dem Konto zu verbuchen.
Daher wünscht uns bitte viel Glück, sobald wir sind in Sydney zurück. Für heute sagen wir erstmal goodbye, und senden viele Grüsse hei.
So, jetzt ist Schluss
Anja und Markus
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