Australien ist ein Land mit vielen Tieren, von denen es einige bei uns nicht gibt. Manche davon sind niedlich, manchen möchte man eigentlich nicht unbedingt begegnen. Beiden Kategorien sind wir in der letzten Woche über den Weg gelaufen.
Nach den niedlichen Platypussen vom letzten Bericht haben wir im Eungella National Park gecampt und sind am nächsten Morgen auf einen Regenwaldwalk. Angefangen hat alles ganz harmlos. Markus war fasziniert von den Spiegelungen der Regentropfen im Wald und hat ganz viele Fotos gemacht. Dann sind wir zum Big Fig Tree gekommen, in dem man stehen kann. Dort meinte Markus, er hätte einen schwarzen Wurm an der Hand, während ich meine Befürchtung äusserte, es könnte vielleicht ein Blutegel sein. Kurz danach fing Markus an zu bluten an der Hand. Voller Panik haben wir unsere Beine abgesucht und die Viecher verscheucht. Markus haben noch 2 ins Bein gebissen. Ich konnte sie abschütteln, bevor sie zugebissen haben. Im Eiltempo sind wir dann zum Parkplatz zurückgelaufen und hatten erstmal keine Lust mehr auf Regenwald…
Wieder egelfrei sind wir weitergefahren nach Cape Hillsborough, auch ein Nationalpark. Dort hatten wir einen schönen Campingplatz direkt am Strand und haben Kanguruhs, Wallabies und Possums gesehen. An der Strasse haben wir ausserdem Red-tailed black cockatoos (Rotschwanzige schwarze Kakadus) gesehen. Sehr niedlich! Endgültig wieder versöhnt mit der australischen Tierwelt waren wir nach dem nächsten Morgen, als wir bei Sonnenaufgang am Strand ganz viele Wallabies und Kanguruhs von extrem nah gesehen haben. Die älteren konnte man sogar streicheln, obwohl es wildlebende sind! Sie sind aber gewöhnt, jeden Morgen an den Strand beim Campingplatz zu kommen und von Touristen fotografiert zu werden.
Unser nächster Stop war Airlie Beach, einer der Touristenorte schlechthin. Von dort macht man Ausflüge ans Great Barrier Reef oder zu den Whitsunday Islands. Wir haben gleich mal die Kombo mit beiden Trips gebucht. Am ersten Tag sind wir mit einem Riesenkatamaran zu einer Platform an einer Lagune 100km von der Küste gefahren. Dort konnte man schnorcheln, U-boot und Glasbodenboot fahren. Dabei haben wir Korallen, viele bunte Fische und sogar kurz eine grosse Wasserschildkröte gesehen. Tolle Kreaturen!
Am nächsten Tag haben wir dann einen Segeltrip zu den Inseln gemacht. Das Schnorcheln war nicht so gut wie am Reef, dafür waren wir an einem Strand mit dem reinsten Sand der Welt (98% Silica). Der ist strahlendweiss und das Meer türkis. Ganz nett. Als wir abends zurück waren, habe ich in der Dusche das Salzwasser abgespült und auf einmal eine erschreckende Entdeckung gemacht. Über mir am Wellblechdach sass eine riesige Spinne! Uhhuuhu…gott sei dank hat sie sich nicht bewegt, aber ich habe mich trotzdem schnell auf und davon gemacht…
Abends waren dann noch im Ort was trinken und haben ein paar Leute vom Boot getroffen. Auf dem Rückweg zu Fuss zum Campingplatz ist direkt vor uns auf der Strasse wieder so ein hässliches, grosses Spinnenviech durchgelaufen. Schaurig! Markus meinte ja, aller guten Dinge sind 3, aber zum Glück blieb es erstmal bei den 2…
Nun sind wir in Townsville, das eigentlich nix spannendes zu bieten hat. Ausser ein paar Touristen und Einheimischen keine schönen oder schaurigen Kreaturen ;-) Morgen geht es weiter Richtung Cairns, mal schauen, welche Kreaturen uns dort erwarten.
Eure schaurig schönen Reisenden
Anja und Markus
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